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20.03.2010
BIW gegen Prostitution in Wohngebieten
BIW gegen Prostitution in Wohngebieten
Ausweitung der Sperrbezirke in Bremen erforderlich
Mit großer Sorge beobachtet der Bremer Landesvorstand der bürgerlich-konservativen Wählervereinigung BÜRGER IN WUT (BIW) die schlei-chende Ausbreitung des Rotlichtmilieus in Wohngebieten der Hansestadt. BIW fordern die Behörden dazu auf, den Sperrbezirk in Bremen auszudehnen.
Bereits seit Jahren verlagern sich die Aktivitäten des horizontalen Gewerbes in die Wohnviertel Bremens. Angetrieben durch Auflösungserscheinungen im Hafengebiet und den Leerständen in der Helenstraße, um in den Stadtteilen „Modell-Wohnungen“ einzurichten, in denen Freier empfangen werden. Zuletzt beschwerten sich Anwohner in der Essenerstraße in Bremen-Neustadt über solche Bordelle mitten in ihrem Viertel. Immer wieder kommt es zu Begegnungen zwischen Prostituierten und den hier lebenden Kindern und Jugendlichen. Die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils sind empört und dringen bei den Behörden auf rasche Abhilfe.
Das Problem der käuflichen Liebe in Wohngebieten ist längst nicht mehr nur auf die Neustadt beschränkt, sondern weitet sich zunehmend auf andere Kieze Bremens aus. Betroffen sind häufig Mischgebiete, in denen sich grundsätzlich auch Gewerbetreibende und damit Prostituierte ansiedeln dürfen. Die Umwidmung von Privatwohnungen für gewerbliche Zwecke ist allerdings genehmigungspflichtig, was von vielen Huren ignoriert wird. Deshalb, so die Polizei, wisse man nicht, wie viele „Modell-Wohnungen“ es in Bremen tatsächlich gibt. Schätzungen gehen von 200 bis 300 solcher Etablissements in der Hansestadt aus.
Dazu Werner Fincke, Landesvorsitzender der BIW Bremen:
„Es ist völlig unverständlich, daß die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung keine Auskunft über die genaue Größenordnung des ärgerlichen Phänomens Prostitution in Wohngebieten geben können. Schließlich müssen auch Huren Steuern bezahlen und damit registriert sein. Außerdem sollte in Zeiten von Zwangsprostitution und wachsender Kriminalität im Rotlichtmilieu eine eingehende Beobachtung der Szene durch die Polizei eigentlich selbstverständlich sein.“
Die BÜRGER IN WUT fordern die Bremer Innen- und Baubehörde dazu auf, der schädlichen Ausbreitung des horizontalen Gewerbes in Wohnbezirken endlich Einhalt zu gebieten. BIW setzen sich dafür ein, den Sperrbezirk gemäß 297 EGStGB, in dem sowohl die Anbahnung als auch die Ausübung der Prostitution verboten sind, auf alle Stadtviertel mit überwiegend privater Nutzung auszudehnen. Dadurch würden vor allem Minderjährige im Interesse des Jugendschutzes besser vor den schädlichen Einflüssen des Rotlichtmilieus geschützt. Außerdem erleichterte man so die Überwachung der Szene durch die Polizei, was die Zahl der Straftaten im Milieu senkte.
„Die Behörden müssen jetzt rasch handeln. Andernfalls droht eine weitere unkontrollierte Ausdehnung des horizontalen Gewerbes in ganz Bremen, mit allen unerwünschten Nebenerscheinungen. Und das kann niemand wollen“, so Werner Fincke abschließend.
Pressemitteilung 11/2010 HB
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